Kinderarbeit – immer für ein T-Shirt gut

Fünf Jahre ist es jetzt her, da machte die Bloggerin und frühere Greenpeace-Mitarbeiterin Kirsten Brodde mit einer ungewöhnlichen Aktion auf Kinderarbeit in der Textilindustrie aufmerksam: Beim Kaffee- und Krimskramshändler Tchibo orderte sie ein personalisiertes T-Shirt mit der Aufschrift „Tchibo-Shirts: Gefertigt für Hungerlöhne“. Das Unternehmen lieferte, Brodde protestierte mit dem Shirt vor einer Hamburger Tchibo-Filiale. Spiegel Online und andere Medien berichteten darüber.

Hinter den Tchibo-Shirts steckt der deutsche Zulieferer Spreadshirt. Brodde hakte dort nach und sprach auch mit der Pressesprecherin Elke Sievert: „Woher kommen die Shirts von Spreadshirt, Frau Sievert? Von vielen hundert Zulieferern aus aller Welt, erklärt sie. Was wisse man über deren Produktionsbedingungen? Man ließe sich schriftlich zusichern, dass es keine Kinderarbeit gäbe. Glaube man das einfach? Wir können doch keine Leute nach Asien schicken, um Kontrollen zu machen, sagt Frau Sievert …“

Heute, fünf Jahre später ist Spreadshirt.de besser auf kritische Fragen vorbereitet. Auf der Unternehmens-Website heißt es menschelnd: „Qualität und Verantwortung – diese Werte liegen Spreadshirt am Herzen.“ Spreadshirt.de verweist auf zahlreiche Qualitätssiegel und den hauseigenen Verhaltenskodex für Zulieferer, der in Punkt 5 lautet: „Keine Kinderarbeit – Arbeitnehmer müssen mindestens 15 Jahre alt sein“.

Weiterlesen