Unser Leben als Hummer: Warum wir keine Gewinner mögen

Unser Leben als Hummer - Aufstieg und Fall

Unser Leben als Hummer – Aufstieg und Fall

Ein kluger Mensch hat mal gesagt: Die Deutschen sind wie ein Korb voller frisch gefangener Hummer. Immer wenn es einer von ihnen fast nach oben in die rettende Freiheit geschafft hat, ziehen die anderen ihn wieder herunter.

So ähnlich, scheint es, handhaben wir Deutschen es auch mit Politikern, Prominenten und anderen öffentlichen Institutionen. Die Liste der in jüngerer Zeit Erfolgreichen und wieder Heruntergezogenen ist lang. Den Anfang machte der einstige Shooting-Star der CSU, Karl-Theodor zu Guttenberg. Die öffentliche Meinung trug ihn hinauf in den Olymp kleindeutscher Götterverehrung und machte den fränkischen Freiherrn zum mit Abstand beliebtesten Politikdarsteller.

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Journalisten in der Krisenkommunikation: Unprofessionell bis peinlich

Keine Berufsgruppe ist so nah an den Krisen der Anderen wie Journalisten. Wo ein Unternehmen in Schieflage gerät, ein Politiker wegen eines falschen Satzes zurücktreten muss oder ein Skandal bei einem bis dahin höchst angesehenen Verein öffentlich wird: Immer sind es Journalisten, die als Erste über die Krise schreiben, Stellungnahmen von den Verantwortlichen einfordern und in Leitartikeln und Kommentaren die Moralfrage stellen. Eigentlich, so müsste man meinen, sind Journalisten echte Krisenprofis. Keiner sollte so gut wissen wie sie, wie man mit Krisen und Skandalen umgeht. Eigentlich.

Umso erstaunlicher sieht die Realität aus. Oft sind es gerade die erfahrensten Journalisten und Publizisten, die in Krisen so ziemlich alles falsch machen:

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