Die unterschätzte „Zwei“ – über die tödlichste Zahl der Welt

In seinem Beitrag „Warum Pferde am liebsten Mädchen beißen“ geht Thomas Petersen vom Allensbacher Institut für Demoskopie auf sogenannte statistische Scheinkorrelationen ein. Das sind voneinander unabhängige Ereignisse, die bei oberflächlicher Betrachtung den Eindruck erwecken, sie seien miteinander korreliert. Besonders gerne werden aus Scheinkorrelationen falsche Schlüsse gezogen, wenn sich zum Beispiel Zeitreihen aufgrund ganz normaler Zufallsschwankungen optisch leicht ähneln. Ein beliebtes und bekanntes Beispiel hierfür ist die zeitgleiche Zunahme der Storchenpopulation und der Geburtenrate in manchen Teilen Deutschlands, die keineswegs statistisch belegt, dass Klapperstörche Kinder bringen.

Pferde beißen am liebsten kleine Mädchen - oder?  Quelle: Wiki Commons.

Pferde beißen am liebsten kleine Mädchen – oder?                   Quelle: Wiki Commons.

Erschienen ist Petersens Beitrag in der Wirtschafts Woche Online – und dort gehört der Beitrag auch hin, denn kaum irgendwo sonst wird so viel mit Scheinkorrelationen und irreführenden Statistiken geschludert wie in den Medien. Leider besteht wenig Hoffnung, dass allzu viele Journalisten den Beitrag lesen. Und noch weniger Hoffnung besteht, dass sie ihn lesen und beherzigen. Das ist der Grund, warum ich meine Kunden regelmäßig vor der gefährlichen Zahl Zwei warne. Die Zwei ist übrigens die neue Drei. Und die Drei ist deswegen nicht ungefährlich geworden. Doch der Reihe nach:

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