Lynchjustiz im Internet – wenn die Ebay-Bewertung zur Überlebensversicherung wird

45 Jahre ist es her, dass Wolfgang Menge mit seiner TV-Dystopie „Das Millionenspiel“ der bundesdeutschen Pantoffelkino-Gemeinde einen wohligen Schauer des Gruselns über den Rücken jagte. Die Handlung der fiktiven Geschichte: Bernhard Lotz, Kandidat in einer Fernsehshow, muss sich eine Woche lang vor Auftragskillern verstecken, die von einem Fernsehsender auf ihn angesetzt sind. Gelingt ihm dies, gewinnt er eine Million. Schafft er es nicht, verliert er sein Leben. Der Kandidat kann zwar zu jeder Zeit aussteigen, muss dann aber mit totaler gesellschaftlicher Ächtung rechnen. Die Zuschauer verfolgen das Spektakel aufmerksam und werden dabei selbst zum Teil der Fernsehshow. Sie entscheiden mit, ob sie dem Verfolgten auf der Flucht helfen, oder ihn an seine Häscher ausliefern.

Dystopie Millionenspiel – für eine Million von der Meute gehetzt

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