Tipps für das Fernsehinterview: Wenn ein Pressesprecher über Blumen stolpert …

Zu den weniger schönen Inhalten der täglichen Arbeit eines Pressesprechers gehört es, auch unliebsame und vor allem unpopuläre Themen nach außen zu verteidigen und dafür den eigenen Kopf in die Kamera zu halten.

Oft erkennen Pressesprecher bei Medienanfragen schon an den ersten Worten des Redakteurs/der Redakteurin, in welche Richtung ein Beitrag gehen soll. So war es sicher auch Dr. Elmar Schleif, Pressesprecher des Bezirksamtes Eimsbüttel in Hamburg schnell klar, dass sein Bezirk in einem Bericht über einen Akt von Guerilla Gardening medial Prügel beziehen würde. Klar war ihm aber auch, dass er als Vertreter seiner Behörde eine erweiterte Auskunftspflicht gegenüber Medien hat, der er idealerweise durch ein Pressegespräch oder Interview nachkommen sollte. Im Hamburger Presserecht heißt es hierzu: „Die Behörden sind verpflichtet, den Vertretern der Presse und des Rundfunks die der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen.“ Einen Unterschied zwischen Nachrichtenformaten und Satire-Magazinen macht das Gesetz hierbei nicht.

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