In den Wulff-Modus geschaltet – Pannenserie beim ADAC geht weiter

Auch in der mittlerweile dritten Skandalwoche kommt der ADAC aus seiner selbst verursachten Pannenserie nicht heraus. Der milliardenschwere Automobilclub tritt in der Öffentlichkeit wie eine inhabergeführte Schrauberbude auf und zeigt reichlich Nerven. Nachdem Ferdinand Dudenhöffer, Vorzeige-Autoexperte aus Funk und Fernsehen bereits die Zerschlagung des Clubs gefordert hatte, verwies ADAC-Präsident Peter Meyer als Antwort hierauf beleidigt auf die stattlichen Honorare, die Dudenhöffer in der Vergangenheit vom Club erhalten hatte. Auch ein umstrittener Rettungshubschrauer-Flug mit dem Automobilexperten zu einem Vortragstermin kam bei dieser Gelegenheit ans Licht.

Symbolfoto: ADAC-Ausweichsimulation mit Wildschweinrotte

Symbolfoto: ADAC-Ausweichsimulation mit Wildschweinrotte

Überraschend hingegen die neue Bescheidenheit des ADAC bei der öffentlichen Themensetzung. Hatte der Club bisher zu fast jedem Verkehrsthema von der Autobahnmaut bis zu den Kältemitteln in Klimaanlagen eine dezidierte Meinung per Pressemitteilung in die Diskussion geworfen, gelobt Meyer nun eine neue und bisher ungewohnte Zurückhaltung. Häufigeres Schweigen ist das Gebot der Stunde.

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